Ärztlicher Leidfaden zu Cannabidiol und Hanfölen
Harrison J. VanDolah, Brent A. Bauer, Karen F. Mauck
Abstrakt
Cannabidiol (CBD) Öle sind tetrahydrocannabinol arme Produkte aus Cannabis sativa, die in den letzten Jahren sehr populär geworden sind. Patienten berichten über Linderung bei einer Vielzahl von Erkrankungen, insbesondere bei Schmerzen, ohne die berauschenden Nebenwirkungen von medizinischem Marihuana. Im Juni 2018 wurde das erste auf CBD basierende Medikament, Epidiolex, von der US Food and Drug Administration für die Behandlung seltener, schwerer Epilepsie zugelassen, wodurch CBD und Hanföle weiter in den Vordergrund gerückt wurden. Es gibt immer mehr präklinische und klinische Beweise, die den Einsatz von CBD-Ölen bei vielen Erkrankungen unterstützen und ihre potenzielle Rolle als eine weitere Option zur Behandlung anspruchsvoller chronischer Schmerzen oder Opioidabhängigkeit nahelegen. Vorsicht ist geboten, wenn Patienten auf CBD-Produkte verwiesen werden, da es nur wenige Vorschriften gibt und Studien eine ungenaue Kennzeichnung der CBD- und Tetrahydrocannabinol-Mengen ergeben haben. Dieser Artikel gibt einen Überblick über die wissenschaftliche Arbeit zu Cannabinoiden, CBD und Hanföl und die Unterscheidung zwischen Marihuana, Hanf und den verschiedenen Komponenten von CBD und Hanföl Produkten. Wir fassen den aktuellen rechtlichen Status von CBD und Hanfölen in den Vereinigten Staaten zusammen und geben einen Leitfaden zur Identifizierung von höherwertigen Produkten, damit Ärzte ihre Patienten über eine sichere Vorgehensweise beraten können. Diese Übersicht basiert auf einer PubMed-Suche mit den Begriffen CBD, Cannabidiol, Hanföl und medizinisches Marihuana. Die Artikel wurden auf Relevanz geprüft und diejenigen mit den aktuellsten Informationen für die Aufnahme ausgewählt.
Wichtigste Punkte zusammengefasst
- Cannabidiol (CBD) ist eine nicht-toxische Verbindung, die aus Cannabis Pflanzen extrahiert wird und die wegen ihres von Marihuana abweichenden Wirkmechanismus und ihres Sicherheitsprofils für medizinische Zwecke von Epilepsie bis hin zur Schmerzkontrolle und Suchtbehandlung an Popularität gewonnen hat.
- Obwohl wichtige präklinische und Pilotstudien am Menschen eine mögliche Rolle für CBD in zahlreichen klinischen Situationen nahegelegt haben, wurden gründliche klinische Studien nur für hartnäckige Epilepsie-Syndrome durchgeführt, für die Epidiolex, ein CBD-Medikament, von der US Food and Drug Administration zur Anwendung zugelassen wurde.
- Die rechtliche Landschaft des CBD bleibt komplex, da unterschiedliche Staats- und Bundesgesetze den Zugang zu medizinischen Hanf- und Marihuana Produkten ermöglichen.
- Der Markt für CBD- und Hanföl Produkte bleibt ein vorerst in den USA unsicherer Markt, da die CBD- und Tetrahydrocannabinol-Gehalte in den Produkten sehr unterschiedlich, und die Produktion und der Vertrieb nicht geregelt sind.
- Obwohl CBD und Hanföle nach wie vor eine unbewiesene therapeutische Alternative darstellen, sollten die Ärzte offen bleiben für die mögliche zukünftige Rolle, die diese Produkte bei der Behandlung von einer Vielzahl von Krankheiten spielen können, insbesondere bei der Schmerz- und Suchtbehandlung im Zusammenhang mit der Opioid Krise.
Eine der größten Herausforderungen für die Gesundheitsversorgung ist die Bekämpfung des Opioidmissbrauchs, wobei die medizinische und nichtmedizinische Überversorgung mit Opioiden in den letzten Jahren einen enormen Tribut an die Gesellschaft gefordert hat.1)Kolodny, A., Courtwright, D.T., Hwang, C.S. et al. The prescription opioid and heroin crisis: a public health approach to an epidemic of addiction. Annu Rev Public Health. 2015 Obwohl die Reduzierung der Verschreibungen von Opioiden und die Verhinderung des nichtmedizinischen Gebrauchs von Opioiden stärker in den Vordergrund gerückt ist, besteht ein zunehmendes Interesse an mehr Behandlungsmöglichkeiten für Schmerzpatienten 2)Kroenke, K. and Cheville, A. Management of chronic pain in the aftermath of the opioid backlash. JAMA. 2017 , und der vielfältige Bereich der integrativen Medizin spielt in diesem Bereich eine immer größere Rolle.3)Abbasi, J., As opioid epidemic rages, complementary health approaches to pain gain traction, JAMA, 2016 4)Nahin, R.L., Boineau, R., Khalsa, P.S., Stussman, B.J., and Weber, W.J. Evidence-based evaluation of complementary health approaches for pain management in the United States, Mayo Clin Proc., 2016. Ein vielversprechender Bereich ist der Gebrauch der Pflanze Cannabis sativa, sowohl in medizinischem Marihuana als auch in Hanf- und Cannabidiol-Ölen (CBD), mit einigen Hinweisen darauf, dass der Zugang zu medizinischem Marihuana mit einem Rückgang des Opioidkonsums korreliert, obwohl es eine Kontroverse über die Risiken und Vorteile der Förderung eines schlecht regulierten medizinischen Gebrauchs einer bekannten missbräuchlichen Substanz gab.5)Hasin, D.S., US epidemiology of cannabis use and associated problems, Neuropsychopharmacology 6)Olfson, M., Wall, M.M., Liu, S.M., and Blanco, C. Cannabis use and risk of prescription opioid use disorder in the United States, Am J Psychiatry.
Cannabidiol und Hanföle sind wegen ihrer niedrigen Tetrahydrocannabinol (THC)-Werte besonders beliebt geworden, was zu einem zugeschriebenen medizinischen Nutzen ohne das „High“ von Marihuana führt. 7)Aubrey, A. Anxiety relief without the high? new studies on CBD, a cannabis extract, Northwest Public Broadcasting website, 2018. Kliniker haben jedoch Bedenken, ob diese Behandlungsmöglichkeiten legal, sicher und wirksam sind. 8)Peachman, R.R., Clinicians support medical marijuana use in children with cancer, but lack knowledge, JAMA 9)Rubin, R., Medical marijuana is legal in most states, but physicians have little evidence to guide them, JAMA. Daher geben wir einen Überblick über die wissenschaftliche Arbeit zu Cannabinoiden, CBD und Hanföl und klären die Unterschiede zwischen Marihuana, Hanf und den verschiedenen Komponenten von CBD, damit Ärzte ihre Patienten auf die sichersten Produkte hinweisen können.
Cannabis wird seit langem von der Bevölkerung wegen seiner therapeutischen Eigenschaften genutzt, von der Schmerzlinderung bis zur Behandlung von Epilepsie. 10)Friedman, D. and Sirven, J.I., Historical perspective on the medical use of cannabis for epilepsy: ancient times to the 1980s, Epilepsy Behav., 2017. Marihuana und Hanf sind zwei Stämme derselben Pflanze, wobei Marihuana wegen seines THC-Gehalts und Hanf wegen seiner unzähligen anderen Verwendungen, einschließlich Papier, Kleidung und Lebensmittel, über die Jahre hinweg angebaut wurde.11)Cherney, J.H. and Small, E., Industrial hemp in North America: production, politics, and potential, Agronomy, 2016. Trotz erheblicher gesellschaftspolitischer Hindernisse ist das wissenschaftliche Verständnis von Cannabis in den letzten 30 Jahren erheblich vorangekommen, da die vielen Wirkstoffe der sativa-Stämme isoliert und wichtige Entdeckungen in Bezug auf die körpereigenen endogenen Cannabinoide und das Endocannabinoid-System (ECS) gemacht wurden.12)Pacher, P., Bátkai, S., and Kunos, G, The endocannabinoid system as an emerging target of pharmacotherapy. Pharmacol Rev., 2006.
Das Endocannabinoid-System
Inzwischen ist bekannt, dass das ECS weltweit an der Aufrechterhaltung der Homöostase im Körper beteiligt ist und alle Organe und Systeme des Körpers miteinander verbindet. 13)Woods, S.C., The endocannabinoid system: mechanisms behind metabolic homeostasis and imbalance. Am J Med, 2007. Das ECS ist an einer Vielzahl von Krankheitszuständen und wichtigen Funktionen beteiligt, von chronischen Entzündungen und der Regulierung der Immunhomöostase im Darm bis hin zu Angstzuständen und Migräne. 14)Witkamp, R. and Meijerink, J., The endocannabinoid system: an emerging key player in inflammation, Curr Opin Clin Nutr Metab Care, 2014.
15)Acharya, N., Penukonda, S., Shcheglova, T., Hagymasi, A.T., Basu, S., and Srivastava, P.K., Endocannabinoid system acts as a regulator of immune homeostasis in the gut, Proc Natl Acad Sci U S A, 2017 16)Bluett, R.J., Gamble-George, J.C., Hermanson, D.J., Hartley, N.D., Marnett, L.J., and Patel, S., Central anandamide deficiency predicts stress-induced anxiety: behavioral reversal through endocannabinoid augmentation, Transl Psychiatry, 2014 17)Baron, E.P., Comprehensive review of medicinal marijuana, cannabinoids, and therapeutic implications in medicine and headache: what a long strange trip it’s been…., Headache, 2015. Obwohl der Organismus über körpereigene Cannabinoide verfügt, vor allem Anandamid und 2-Arachidonylglycerol, wurden pflanzliche Cannabinoide (Phytocannabinoide) aufgrund ihrer Modulation des ECS als potenzielle therapeutische Optionen in einer Vielzahl von Bereichen erforscht. 18)Benarroch, E.E. Synaptic effects of cannabinoids: complexity, behavioral effects, and potential clinical implications, Neurology, 2014 19)Zou, S. and Kumar, U., Cannabinoid receptors and the endocannabinoid system: signaling and function in the central nervous system, Int J Mol Sci., 2018 20)Pertwee, R.G., Howlett, A.C., Abood, M.E. et al. International Union of Basic and Clinical Pharmacology. LXXIX. Cannabinoid receptors and their ligands: beyond CB1 and CB2, Pharmacol Rev., 2010. Abbildung 1 fasst die grundlegende Molekularbiologie des ECS, sowie einige der molekularen Effekte der Phytocannabinoide zusammen.

Abbildung 1
Phytocannabinoide
Obwohl der Körper ein umfangreiches ECS enthält, das durch endogene Cannabinoide wirkt, wurden viele pflanzliche Cannabinoide entdeckt, die ebenfalls auf das ECS wirken. Die ersten wurden im Rahmen der Cannabis Forschung entdeckt, wobei allein in der Marihuana-Pflanze mehr als 80 Phytocannabinoid-Verbindungen erfasst wurden.(Brenneisen, R., Chemistry and analysis of phytocannabinoids and other Cannabis constituents, Humana Press Totowa, 2007)) Phytocannabinoide und andere Komponenten wie Terpene sind inzwischen auch in einer Vielzahl anderer Pflanzen und Lebensmittel dokumentiert, wie z.B. in Karotten, Nelken, schwarzem Pfeffer, Ginseng und Echinacea.21)Russo, E.B., Taming THC: potential cannabis synergy and phytocannabinoid-terpenoid entourage effects, Br J Pharmacol, 2011 22)Gertsch, J., Pertwee, R.G., and Di Marzo, V. Phytocannabinoids beyond the Cannabis plant – do they exist?, Br J Pharmacol. 2010. Die bemerkenswertesten und am besten verstandenen Phytocannabinoide sind THC und CBD, die häufigsten Phytocannabinoide in Marihuana- bzw. Hanfstämmen. Es wurde festgestellt, dass Tetrahydrocannabinol hauptsächlich über den CB1-Rezeptor als Agonist wirkt, was zu seinen bekannten berauschenden Wirkungen führt.23)Borgelt, L.M., Franson, K.L., Nussbaum, A.M., and Wang, G.S, The pharmacologic and clinical effects of medical cannabis, Pharmacotherapy, 2013 Cannabidiol hingegen wirkt durch eine Vielzahl komplexer pharmakologischer Wirkungen, wie z.B. die Hemmung der Endocannabinoid-Wiederaufnahme, die vorübergehende potenzielle Aktivierung der Rezeptoren Vanilloid 1 und G-Protein-gekoppelte Rezeptoren 55 und die Erhöhung der Aktivität der Serotonin-5-HT1A-Rezeptoren.24)Bisogno, T., Hanus, L., De Petrocellis, L. et al. Molecular targets for cannabidiol and its synthetic analogues: effect on vanilloid VR1 receptors and on the cellular uptake and enzymatic hydrolysis of anandamide. Br J Pharmacol, 2001 25)Russo, E.B., Cannabidiol claims and misconceptions, Trends Pharmacol Sci. 2017 26)Di Marzo, V., Bifulco, M., and De Petrocellis, L., The endocannabinoid system and its therapeutic exploitation, Nat Rev Drug Discov, 2004 27)Campos, A.C., Moreira, F.A., Gomes, F.V., Del Bel, E.A., and Guimarães, F.S., Multiple mechanisms involved in the large-spectrum therapeutic potential of cannabidiol in psychiatric disorders, Philos Trans R Soc Lond B Biol Sci., 2012 28)Fasinu, P.S., Phillips, S., ElSohly, M.A., and Walker, L.A., Current status and prospects for cannabidiol preparations as new therapeutic agents, Pharmacotherapy. 2016. Cannabidiols minimaler Agonismus der CB-Rezeptoren ist wahrscheinlich für seine vernachlässigbare Psychoaktivität im Vergleich zu THC verantwortlich.29)Fasinu, P.S., Phillips, S., ElSohly, M.A., and Walker, L.A., Current status and prospects for cannabidiol preparations as new therapeutic agents, Pharmacotherapy, 2016
Abbildung 2 fasst die verschiedenen Endocannabinoide, Phytocannabinoide und synthetischen Cannabinoide zusammen. Bei den synthetischen Cannabinoiden handelt es sich um im Labor hergestellte THC-Präparate, die von der US Food and Drug Administration (FDA) für verschiedene Verwendungen zugelassen wurden, sowie um Nabiximole, ein nicht synthetisches 1:1 THC- und CBD-Präparat, das in Großbritannien für Schmerzen und Spastiken im Zusammenhang mit Multipler Sklerose zugelassen wurde. Nabiximole ist nicht von der FDA zugelassen. Es gibt viele andere Komponenten in Hanfextrakten, und viele Produkte rühmen sich damit, dass sie diese anderen Komponenten „im vollen Spektrum“ behalten, jede mit ihren eigenen zugeschriebenen Effekten, die theoretisch durch den so genannten Entourage-Effekt synergetisch wirken – im Wesentlichen ist die ganze Pflanze größer als die Summe ihrer Teile.

Abbildung 2
Rechtliche und regulatorische Erwägungen
Da der 1970er Controlled Substances Act den Anbau und den Verkauf von Hanf und Marihuana verbot, blieb der Anbau von Hanf in den Vereinigten Staaten bis zur Verabschiedung des Landwirtschaftsgesetzes von 2014, das erstmals zwischen der Legalität von Hanf und Marihuana unterschied, weiterhin illegal. Das Gesetz definierte „Industriehanf“ als „Cannabis sativa L. und jeder Teil dieser Pflanze, ob wachsend oder nicht, mit einem Delta-9-THC-Gehalt von nicht mehr als 0,3% auf Trockengewichtsbasis“, und dies erlaubte den Anbau von Industriehanf für „Forschungszwecke. Es ist jedoch technisch gesehen illegal, CBD-haltige Nahrungsergänzungsmittel oder Lebensmittel in den zwischenstaatlichen Handel einzuführen (wie es der Fall wäre, wenn man online bestellen würde), so dass die meisten Produkte aus Europa importiert und dann in den Vereinigten Staaten verarbeitet und vertrieben werden. Außerdem haben drei Staaten – Idaho, South Dakota und Nebraska – immer noch keine C-Sativa-Zugangsgesetze, so dass der Verkauf und Konsum von CBD- und Hanfölen dort illegal ist. Für alle anderen Staaten sind CBD- und Hanföle legal, solange der THC-Gehalt unter der 0,3%-Grenze liegt. Es ist auch wichtig zu beachten, dass Patienten, die CBD-Produkte verwenden, beim Drogenscreening positiv auf Marihuana getestet werden können, wie in den Epidiolex-Drogenstudien festgestellt wurde. 30)Epidiolex, Carlsbad, CA, Greenwich Biosciences, US Food and Drug Administration website, 2018.
Abbildung 3 listet die aktuellen Gesetze zu CBD-Ölen und medizinischem Marihuana in den Vereinigten Staaten auf, die auf der Website der National Conference of State Legislatures verfügbar sind, die hilfreiche Informationen zu medizinischem Marihuana und CBD-Gesetzen auf einzelstaatlicher Basis enthält. Wichtig ist, dass, obwohl viele Staaten den Gebrauch von medizinischem Marihuana erlaubt haben, Ärzte nur „zertifizieren“ oder „empfehlen“ können, dass ihre Patienten medizinisches Marihuana für eine bestimmte Erkrankung verwenden dürfen, und keine Verschreibung für bestimmte Cannabisprodukte ausstellen können, weil diese nicht von der FDA oder der Drug Enforcement Administration (DEA) zugelassen sind. Insbesondere weil CBD- und Hanföle keine berauschenden Mengen an THC enthalten, benötigen sie keine Zertifizierung oder Empfehlung eines Arztes, um gekauft und konsumiert zu werden. Es gab jedoch zahlreiche Warnschreiben der FDA an Unternehmen wegen inkonsistenter Inhaltsstoffe in ihren Produkten, wobei viele Produkte höhere THC-Mengen als gesetzlich erlaubt enthalten und gleichzeitig weniger CBD als auf der Etikette angegeben enthalten.36 Außerdem wird die Verwendung von Epidiolex in Nahrungsergänzungsmitteln und Lebensmitteln von der FDA nicht mehr als legal angesehen, seit CBD Gegenstand einer neuen Arzneimittelzulassung ist.37

Abbildung 3
Schließlich, obwohl fast alle Staaten Gesetze bezüglich Cannabis Sativa verabschiedeten, haben die Bundesregierung und die DEA immer noch Bedenken, was die Verbreitung und illegale Vermarktung nicht zugelassener CBD-haltiger Produkte angeht.
CBD und Hanföle
Definitionen
Aufgrund der unterschiedlichen Gesetzgebung bezüglich der Pflanze, sowie der enormen Zunahme neuer Produkte, die auf den Markt gebracht werden, gab es einen begleitenden Mangel an Klarheit über die verschiedenen Arten von Hanf- und CBD-Ölen. Je nachdem, welcher Teil der Pflanze extrahiert wird, sind unterschiedliche Komponenten vorhanden. Die Phytocannabinoide wie THC und CBD sowie Terpenoide wie β-Caryophyllen (BCP) und Limonen sammeln sich in den Blüten und Blättern.31)Potter, D.J., The Propagation, Characterisation, and Optimisation of Cannabis sativa as a Phytopharmaceutical [PhD thesis], King’s College, London,UK; 2009. Umgekehrt enthalten die Samen der C sativa wenig bis gar keine Phytocannabinoide, sondern sind reich an essentiellen Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren, erheblichen Mengen an γ-Linolensäure und anderen nahrhaften Antioxidantien.32)Callaway, J.C., Hempseed as a nutritional resource: an overview, Euphytica, 2004. Zusätzlich gibt es auch „Cannabisöl“-Produkte, das sind Öle aus der Marihuana-Pflanze, die einen hohen THC-Gehalt aufweisen. Tabelle 1 fasst diese Unterschiede zusammen.
| Hanfsamenöl | Hanf und CBD ÖL | Cannabis Öl | |
|---|---|---|---|
| Teil der Pflanze | Samen der Hanfpflanze | Blätter und Blüten der Hanfpflanze | Blüten und Blätter der Cannabispflanze |
| Hauptkomponenten | Omega-6 and omega-3 Fette | Meistens CBD mit Terpenen | Meistens THC in Kombination mit CBD und Teroenen |
| THC Level | Keine | >0.3% Trockengewicht | >0.3% Trockengewicht |
| CBD Level | wenig bis keine | Mehr als die durchscnittliche Cannabispflanze (12-18% CBD, oft sogar noch höher) | Geringere Level (10%-15%) |
| Nutzung | Nahrungsergänzungsmittel, Kleiderherstellung, Stoffe generell | Medizinischer Nutzen von CBD und vollspektrum Hanf | Medizinische Nutzung von THC |
Tabelle 1
Die Produkte können als „Vollspektrum“-Formeln, Nahrungsergänzungsmittel, Hanföle oder mit CBD angereicherte Produkte in Form von Ölen, Balsamen, Sprays, Kapseln, Weichgelen, oralen Applikatoren, Lebensmitteln wie Gummibärchen und sogar Kauspielzeug für Haustiere vermarktet werden. Die beliebtesten Produkte enthalten eine Vielzahl von Phytocannabinoide, sowie Terpenoide, die aus anderen Pflanzen und Lebensmitteln wie Nelken, Hopfen, Ashwagandha und Kurkuma gewonnen werden. Diese Produkte werden als Schlafmittel, Schmerzlinderung oder Stressreduzierung vermarktet. Aufgrund dieser Inkonsistenz bei der Wahl der Inhaltsstoffe sowie der Mengen und der Art der Verabreichung ist es schwierig zu wissen, welcher Inhaltsstoff für eine bestimmte Symptomlinderung verantwortlich ist. Cannabidiol ist das am besten untersuchte Phytocannabinoid und wird in diesem Artikel im Mittelpunkt stehen, da es auch der Hauptbestandteil der meisten Produkte ist.
| Inhaltsstoff | Chemische Bezeichnung | Anteil im Hanf (circa) | Andere Bestandteile | Funktion | Potentielle therapeutische Behandlung |
|---|---|---|---|---|---|
| Cannabidiol | Phytocannabinoid | bis zu 40% | Unbekannt | Anandamidaufnahme-Inhibitor, TRPV1-Rezeptor-Aktivierung, GPR55-Rezeptor-Aktivierung, 5-HT1A-Aktivierung | Antiepileptisch, antinokokzeptiv, entzündungshemmend, anxiolytisch, antidepressiv, Suchtbehandlung/Behandlung, entzündliche Hauterkrankungen, neuroprotektiv |
| Tetrahydrocannabinol | Phytocannabinoid | <0.3% | Unbekannt | Bindet sich an CB1 Rezeptoren | Antiemetikum, Antinoceptivum |
| β-Caryophyllene | Sesquiterpenoid | weniger als 1% | Schwarzer Pfeffer, Rosmarine | Bindet sich an CB2 Rezeptoren | Anxiolytisch, antinozizeptiv |
| Limonene | Terpenoid | Weniger als 1% | Zitrusfrüchte, Rosmarine | Induktion von Glutathion | Antioxidationsmittel, antitumorale Aktivität |
| Cannabichromene | Phytocannabinoid | Abhängig von der Färbung | Keine bekannt | Inhibitor der Anandamidaufnahme | Antinokzeptiv |
| Cannabigerol | Phytocannabinoid | Abhängig von der Färbung | Keine bekannt | Inhibitor der Anandamidaufnahme | Entzündungshemmen, neuroprotektiv |
| Echinacea | Alkylamide | Keine | Zanthoxylum (Sichuanpfeffer) | Bindet sich an CB2 Rezeptoren | Entzündungshemmend, antioxidativ, antimikrobiell |
| Boswellia | Triterpene | Keine | Weihrauch | Hemmung der Prostaglandin | Enzündungshemmend |
| Turmeric | Curcuminoide | Keine | Keine bekannt | Bindet sich möglicherweise an CB1 Rezeptoren | angeblich antinokokzeptive und entzündungshemmende Eigenschaften |
| Ashwaganda | Steroide alkaloide und laktone | Keine | Auch bekannt als Withania somnifera | Mögliche Mimikry von GABA | Stressabbau, anxiolytisch, immunmodulatorisch |
| Magnolia | Polyphenol | Keine | Auch bekannt als Magnolienrinde | Bindet sich an CB2 Rezeptoren | Antioxidationsmittel, entzündungshemmend |
Mögliche therapeutische Maßnahmen
Die Hauptbestandteile von Hanfölen sind Phytocannabinoide wie CBD und Terpenoide wie BCP und Limonen. Es gibt jedoch nur wenige klinische Forschungen zu diesen wichtigen Bestandteilen, da sich die meisten Forschungen auf THC- und CB1-Rezeptoren (das primäre Ziel von THC) konzentrieren. Viel weniger Daten liegen zu CBD vor, das über eine Vielzahl von komplexen Mechanismen arbeitet, die bereits erwähnt wurden und zu BCP, das über die weniger verstandenen CB2-Rezeptoren wirkt.33)Gertsch, J., Leonti, M., Raduner, S. et al., Beta-caryophyllene is a dietary cannabinoid, Proc Natl Acad Sci U S A, 2008. Laut einer kürzlich durchgeführten systematischen Untersuchung über die medizinische Verwendung von Cannabinoiden gab es mäßig gute Belege für die Verwendung von Cannabinoiden bei chronischen Schmerzen und Spastizität und minderwertige Belege für die Verwendung bei Übelkeit und Erbrechen aufgrund von Chemotherapie, Gewichtszunahme bei HIV-Infektionen, Schlafstörungen und Tourette-Syndrom.34)Whiting, P.F., Wolff, R.F., Deshpande, S. et al., Cannabinoids for medical use: a systematic review and meta-analysis, JAMA, 2015. Es ist jedoch wichtig zu erkennen, dass die meisten der randomisierten kontrollierten Studien, die in dieser systematischen Übersicht für jede Erkrankung untersucht wurden, die drei verschreibungspflichtigen THC-Medikamente Dronabinol, Nabilon und Nabiximol betrafen; nur 4 Studien wurden für CBD gefunden, und keine für die anderen Phytocannabinoide oder Terpenoide, die in C-Sativa-Ölen enthalten sind, was wiederum den Mangel an solider wissenschaftlicher Forschung zu ihnen belegt.
Im Juni 2018 genehmigte die FDA Epidiolex, eine gereinigte orale CBD-Lösung, die eine erhebliche Reduzierung der Gesamtzahl der Anfälle im Vergleich zu Placebo bei Patienten mit Dravet- und Lennox-Gastaut-Syndrom bewirkt. Die Forschung über diese Bedingungen ist die gründlichste klinische Forschung, die über CBD durchgeführt wurde und sollte vorerst zum Verständnis der Sicherheit und der unerwünschten Wirkungen von CBD herangezogen werden, die im Folgenden in diesem Artikel besprochen werden. Obwohl der Einsatz von CBD für eine Vielzahl anderer Erkrankungen, von Migräne und Entzündungen bis hin zu Depressionen und Angstzuständen, thematisiert worden ist, wurden nur präklinische und Pilotstudien für jede dieser Anwendungen durchgeführt, und daher gibt es nur wenig Anleitung für Ärzte, wenn ihre Patienten daran interessiert sind, CBD oder Hanföle für diese Erkrankungen auszuprobieren.
Was das Potenzial von CBD und Hanfölen für die Behandlung chronischer Schmerzen betrifft, so schrieben Donvito et al. 35)Donvito, G., Nass, S.R., Wilkerson, J.L. et al., The endogenous cannabinoid system: a budding source of targets for treating inflammatory and neuropathic pain, Neuropsychopharmacology, 2018 in der jüngsten Rezension zu diesem Thema im Jahr 2018, dass „eine überwältigende Menge an überzeugenden präklinischen Beweisen vorliegt, dass Cannabinoide antinokokzeptive Wirkungen in entzündlichen und neuropathischen Schmerzmodellen von Nagetieren erzeugen“. Darüber hinaus wurde berichtet, dass CBD möglicherweise in der Lage ist, die Sucht durch eine reduzierte Aktivierung der Amygdala während der negativen emotionalen Verarbeitung zu behandeln, und es wurde festgestellt, dass es das Heroinsuchverhalten reduziert, wahrscheinlich durch seine Modulation von Dopamin und Serotonin.36)Hurd, Y.L, Cannabidiol: swinging the marijuana pendulum from ‘weed’ to medication to treat the opioid epidemic, Trends Neurosci, 2017. Cannabidiol stellt daher eine attraktive Option in der Behandlung chronischer Schmerzen dar, insbesondere im Kontext des Opioid-Missbrauchs, und zwar nicht nur wegen seiner potenziellen Wirksamkeit, sondern auch wegen seines begrenzten Missbrauchs- und Ablenkungspotenzials sowie seines Sicherheitsprofils. Weitere Forschung wird erforderlich sein, da es sich um Pilotstudien am Menschen mit kleinen Stichprobengrößen handelte, aber sie stellen potenzielle künftige Bereiche des Cannabinoidkonsums in der klinischen Behandlung von Schmerzlinderung und Opioidmissbrauch dar. Darüber hinaus sind weitere Überlegungen über die richtigen politischen und industriellen Mittel erforderlich, um den Zugang zur CBD im Kontext kontroverser Beweise zu erweitern, die den erweiterten Zugang zu medizinischem Marihuana als Schmerzkontrolloption unterstützen.
Sicherheit und nachteilige Auswirkungen
Es wurden keine rigorosen Sicherheitsstudien über „Vollspektrum“-Phytocannabinoidöle durchgeführt, da diese Produkte relativ neu sind, aber die einzelnen Inhaltsstoffe wurden etwas untersucht, wobei im Allgemeinen keine größeren unerwünschten Wirkungen festgestellt wurden.37)Iffland, K. and Grotenhermen, F., An update on safety and side effects of cannabidiol: a review of clinical data and relevant animal studies, Cannabis Cannabinoid Res., 2017. Cannabidiol-Dosen bis zu 300 mg/d wurden bis zu 6 Monate lang sicher verwendet,38)Cunha, J.M., Carlini, E.A., Pereira, A.E. et al., Chronic administration of cannabidiol to healthy volunteers and epileptic patients, Pharmacology, 1980 und Dosen von 1200 bis 1500 mg/d wurden in einer Studie von Zuardi et al. 39)Zuardi, A., Crippa, J., Dursun, S. et al., Cannabidiol was ineffective for manic episode of bipolar affective disorder, J Psychopharmacol 2010 bis zu 4 Wochen lang verwendet. In den jüngst durchgeführten größeren Studien zur CBD-Behandlung von Epilepsiepatienten wurden bei bis zu 36% der Patienten Nebenwirkungen wie Schläfrigkeit, verminderter Appetit und Durchfall beobachtet, obwohl diese Nebenwirkungen im Vergleich zu den üblichen Nebenwirkungen der Clobazam-Behandlung weniger schwerwiegend und seltener waren. Außerdem wurde festgestellt, dass eine beträchtliche Anzahl von Patienten in diesen Studien erhöhte Leberfunktionstestergebnisse hatten, und die FDA empfiehlt Leberfunktionstests vor Beginn der Epidiolex-Behandlung sowie 1 Monat und 3 Monate nach Beginn der Behandlung; daher sollten Ärzte bei Patienten mit bekannter verminderter Leberfunktion, die sich für die Verwendung von CBD und Hanfölen entscheiden, vorsichtig sein. Wir empfehlen, das FDA-Label für Epidiolex zu konsultieren, um weitere Informationen über Sicherheit, Nebenwirkungen und Dosierung zu erhalten, die aus den Epidiolex-Studien gewonnen wurden.
Im Zusammenhang mit der Schmerzbehandlung berichtete eine Studie über die Sicherheit der oralen CBD-Gabe (400-800 mg) neben der Fentanyl-Gabe, die auf ihre unterschiedlichen Wirkungsmechanismen zurückgeführt wird.40)Manini, A.F., Yiannoulos, G., Bergamaschi, M.M. et al., Safety and pharmacokinetics of oral cannabidiol when administered concomitantly with intravenous fentanyl in humans, J Addict Med, 2015 Allerdings wurden auch andere Wechselwirkungen zwischen Arzneimitteln festgestellt oder zumindest hypothetisch angenommen, die auf dem Metabolismus von CBD durch die Cytochrom-P450-Superfamilie beruhen, zu der Warfarin und verschiedene Epilepsie-Medikamente gehören. 41)Grayson, L., Vines, B., Nichol, K., Szaflarski, J.P., and UAB CBD Program, An interaction between warfarin and cannabidiol, a case report, Epilepsy Behav Case Rep., 2017 42)Gaston, T.E., Bebin, E.M., Cutter, G.R., Liu, Y., Szaflarski, J.P., and UAB CBD Program, Interactions between cannabidiol and commonly used antiepileptic drugs, Epilepsia, 2017
Die anderen Inhaltsstoffe in CBD- und Hanfölen sind in der Regel in so geringen Konzentrationen enthalten, dass es unwahrscheinlich ist, dass sie schwere Wechselwirkungen verursachen, aber dennoch sollte man bei der Identifizierung der in einem Produkt vorhandenen Inhaltsstoffe und möglichen Sicherheitsproblemen vorsichtig sein.
Darüber hinaus ist es wichtig, sich über das Vorhandensein von auf dem Markt erhältlichen synthetischen Cannabinoiden, wie z.B. „Spice“, im Klaren zu sein. Diese Substanzen haben schwerwiegende unerwünschte Wirkungen und haben nach der Einnahme zu Krankenhausaufenthalten geführt. 43)Louh, I.K. and Freeman, W.D, A ‘spicy’ encephalopathy: synthetic cannabinoids as cause of encephalopathy and seizure, Crit Care, 2014. Was die Kennzeichnung von Konzentrationen in Produkten betrifft, so berichtete eine Studie aus dem Jahr 2017, dass von 84 online untersuchten CBD- und Hanfölprodukten nur 26 genau auf den CBD- und THC-Gehalt hin gekennzeichnet wurden, wobei CBD häufig über- und THC-unteretikettiert wurde, was mit den Aussagen der FDA übereinstimmt.44)Bonn-Miller, M.O., Loflin, M.J.E., Thomas, B.F., Marcu, J.P., Hyke, T., and Vandrey, R., Labeling accuracy of cannabidiol extracts sold online, JAMA, 2017 Es gibt auch dokumentierte Fälle von THC-Intoxikation bei Kindern im Zusammenhang mit der Einnahme von CBD-Produkten, die wahrscheinlich auf diese festgestellte Produktvariation zurückzuführen sind, was auf die Notwendigkeit einer stärkeren Regulierung des Marktes hinweist.45)Crippa, J.A., Crippa, A.C., Hallak, J.E., Martin-Santos, R., and Zuardi, A.W., Δ9-THC intoxication by cannabidiol-enriched cannabis extract in two children with refractory epilepsy: full remission after switching to purified cannabidiol, Front Pharmacol, 2016
Ein Qualitätsprodukt finden
Wenn Patienten und/oder Ärzte sich dafür entscheiden, mit CBD und Hanfölen zu experimentieren, lohnt es sich, sie auf das qualitativ hochwertigste Produkt zu verweisen. Dieses Thema wird umso wichtiger, wenn man einige der zuvor genannten Probleme betrachtet. Aufgrund der unklaren Vorschriften in den Vereinigten Staaten sowie einiger der festgestellten Probleme mit der Online-Produktkennzeichnung wird empfohlen, dass Patienten Produkte verwenden, die aus Europa importiert wurden, das sogar noch strengere Anforderungen an niedrige THC-Werte mit weniger als 0,2 % Trockengewicht hat, verglichen mit der US-Anforderung von weniger als 0,3 % Trockengewicht sowie einem etablierten Regulierungssystem für Hanf. Wie bei anderen pflanzlichen Nahrungsergänzungsmitteln ist sicherzustellen, daß das Produkt durch Kohlendioxid ohne Lösungsmittel extrahiert wurde, vom US-Landwirtschaftsministerium als biologisch zertifiziert ist und auf Pestizide/Herbizide getestet wurde, die in einigen Produkten gefunden wurden. Außerdem muss sichergestellt werden, dass es sich bei dem Produkt nicht nur um Hanfsamenöl handelt, das zwar nahrhafte Omega-3-Fettsäuren enthält, aber keine Phytocannabinoide oder Terpenoide. Es liegt im Ermessen des Arztes, ob er „Vollspektrum“-Formulierungen vorschlägt, da es keine Forschung zu ihrer Sicherheit und Wirksamkeit außerhalb bestimmter Komponenten in getrennten Zusammenhängen gibt, während reine CBD-Öle in den jüngsten Anfallstudien viel strenger untersucht wurden. Folgend eine Checkliste zur Bestimmung eines höherwertigen Produktes und Unternehmens, basierend auf den Anforderungen, die die Mayo Clinic für die Zusammenarbeit mit den Herstellern von Nahrungsergänzungsmitteln verwendet.
Checkliste um qualitativ hochwertige Cannabidiol und Hanföl Produkte zu finden
1. Erfüllt es die folgenden Anforderungen?
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| 2. Hat das Unternehmen einen eigenen Bericht über unerwünschte Ereignisse? |
| 3. Ist das Produkt zertifiziert or ökologisch abgebaut? |
4. Wurden ihre Produkte im Labor getestet und haben einen Wert von weniger als 0,3 bzw 0m2% THC, und besitzen weiterhin keine Pestizide oder Metalle?
Schlussfolgerungen und zukünftige ForschungCannabidiol und Hanföle sind ungiftige und potenziell nützliche Phytocannabinoid-Substanzen, die immer beliebter werden. Mit zunehmendem Interesse der Patienten an CBD- und Hanfölen und deren Verwendung ist mehr Forschung angezeigt, um ihre potenzielle Wirksamkeit und ihr angebliches Sicherheitsprofil besser zu verstehen. Die sorgfältige Auswahl eines Produkts ist sowohl für die Sicherheit als auch für die potenzielle Wirksamkeit entscheidend. Obwohl die Produkte keine FDA-Zulassung für die therapeutische Anwendung haben, werden sie von den Patienten weiterhin verwendet, und die Ärzte sollten sich sowohl über potenzielle Sicherheitsfragen als auch über den potenziellen therapeutischen Nutzen informieren. Die chronische Schmerzbehandlung stellt nach wie vor eine Herausforderung für Patienten und Ärzte dar, und die Erforschung potenzieller Therapien wie CBD und Hanföle ist ein vielversprechender Bereich für die Zukunft der klinischen Schmerzbehandlung sowohl für die Schmerzlinderung als auch für die Suchtbehandlung. Wir ermutigen Ärzte, das Interesse der Patienten an diesen Therapien nicht zu vernachlässigen und stattdessen die klinische Neugier und gesunde Skepsis zu bewahren, wenn es darum geht, neue Möglichkeiten zu erforschen, insbesondere im Zusammenhang mit der Eindämmung von Sucht und einem Überkonsum von Opioiden. Wir hoffen, dass dieser Artikel Ärzte dazu inspiriert, sowohl Patienten als auch sich selbst weiterhin über alternative Therapien zu informieren, die von einer wachsenden Zahl der Öffentlichkeit genutzt werden, wobei das Beispiel anhand von CBD und insbesondere der Hanföle weiterhin im Vordergrund des öffentlichen Interesses steht. |
Quellen [ + ]